Gewiddernacht…

Von Adolf Friedrich von Schack (1815-1894)
von mir ins Plattdeutsch übersetz

Rut, gah rut! De Nacht is lau,
swor is de Lücht, de Hemel grau,
ut Feernt hör ick dat Gewiddern!
Dörch de Ahornbladen weiht,
klingt as Stimmen, halv vun Störm verweiht,
een rusen und een trillern!

Lut bi de Dunners Rull’n klingt,
worbi de Wind de Boomen swingt,
de Holtduuv sien Gesmetter!        
Heet fall’n up sien Nüst,
de eersde Drüppen dörch’d Gestrüpp,
und hooger stiggt dat Wedder!

Dörch Dunner hallt und Stormgebruus
to mi een Stimm‘, „gah rut“,
und fleeg runner all de Trappenstufen!
To Di dörch Blitz, Regen und Wind,
oh Moder Nacht! Du hest dien Kind
vergeev’s neet ropen!