Unangemeld‘.. .© 03/2016

Ohn‘ di antomelden steihst du an mien Dör,
nüms hett Di inladen!
To well wullt du, to MI off HÖR?
Vertellst kold de Wahrheit, stellst keen Fragen!

Makst dat Lücht ut in de Harten!
Stellst vun Warmt‘ up kold!
Stellst up in mien Binnenste Keersen,
makst sülvst bi Geföhlen keen holt!

Lettst mi baden in Meer vun Tranen!
Hest för mi keen Swimmwest parat!
Weetst neet mal off ick swemmen kann!
Makst ut mien Leven een Spagat!

Velettst di up Kracht de ick neet kenn‘!
Hest keen Ahnung vun mien Moot!
Verwachst vun mi, dat ick „Di“ bi Naam ook kenn!
Kennst neet mien Bang off mien Wut!

Wies’d mi brutal dien Gesicht!
Lettst neet blots mi, sünners ook al annern lieden!
Haalst sülvst neet mal vör mien Drömen!
Wullt di an mien Bang und Pien blots frei‘n!

Grippst na mien Seel und Hart mit een Hand!
Stöttst di gesund an mien Blood!
Mit de anner Hand grippst du na mien Verstand!
Tägen di antogahn brukt so veel Moot!

Hest verannert mien Denken und Hanneln;
Verpackst all’ns as een Paket!
Lettst mi up Wegen vun Hoop wannern!
Starv ennelk mien Krebs! Dat ick overleev!

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Über Herbert

Dass ich hier auf dieser Website öffentlich erscheinen darf, verdanke ich meiner Mutter, die mich vor vielen Jahren geboren hat. Soraya und ich sind uns in unseren Gedanken so ähnlich, sodass vom Inhalt unserer Gedichte und Geschichten her eine gewisse Harmonie nicht zu übersehen ist. Unser Denken und Schaffen findet im gleichen Labyrinth statt wo sie sich häufig miteinander verknüpfen. Darum lautet auch der Buchtitel unseres gemeinsamen Gedichtbandes „Labyrinth der Gefühle“. Bei allem was ich schreibe hat das Herz Pate gestanden.